Shooting-FAQ

Frequently Asked Questions

oder „ich hab‘ amol a Froch“ 🙂

Kurzinfo:

  • Hier geht es ausschließlich um TfP-Shootings, also um nicht-kommerzielle Fotoshootings „auf Gegenseitigkeit“.
  • TfP bedeutet, dass sowohl Model als auch Fotograf die Bilder frei und unbeschränkt verwenden dürfen. Genaueres regelt der TfP-Vertrag.
  • Ich nehme keine Aufträge an, weder für eine Hochzeit, eine Taufe, eine Party, oder für was auch immer. Auch nicht bei guten Freunden, oder für die Freundin der Freundin des guten Freundes.
  • Ich entscheide, wen ich fotografiere, und wen nicht. Es kommt durchaus vor, dass ich Interessenten ablehne, wenn sie z.B. nicht in mein Portfolio passen.
  • Minderjährige benötigen die Genehmigung der Eltern / Sorgeberechtigten.
  • Eine Begleitperson kann selbstverständlich beim Shooting mit dabei sein.

So, jetzt darf weiter gelesen werden 🙂

Warum lassen sich Leute fotografieren?

Da gibt es verschiedene Gründe. Einige wollen einfach nur mal besondere bzw. „etwas andere“ Fotos von sich haben, manche möchten mal „Shooting-Luft“ bzw. „Studio-Luft“ schnuppern, andere wieder vielleicht verschiedene Outfits oder auch Verkleidungen ausprobieren, oder – was garnicht so selten ist – Sportler wollen den Stand ihrer Fitness dokumentieren. Und dann gibt es natürlich auch Leute, die Bilder für eine Sedcard brauchen, weil sie versuchen wollen, in die Model-Branche einzusteigen.

Du hast mich angeschrieben. Wieso?

Neben der Möglichkeit, dass sich ein Model an einen Fotografen wendet, suchen natürlich auch Fotografen nach Models. Das kann im Rahmen eines offiziellen Castings geschehen, oder durch direkte Kontaktaufnahme.

Ich schaue mir von Zeit zu Zeit Bilder bei Model-Kartei.de oder zunehmend auch bei Facebook und Instagram an und überlege mir dann, ob die jeweilige Person für ein Shooting interessant wäre. Bei Facebook / Instagram ist zum Beispiel ein Kriterium, wenn jemand schon mehrere, ggf. schon bearbeitete, Bilder in seinem Profil hat, oder z.B. wenn das Profilbild schon Model-Qualität erkennen lässt. Solche Leute schreibe ich dann auch an.

Verdienst Du mit den Bildern Geld?

Nein. Die kommerzielle Verwendung der Bilder ist durch den TFP-Vertrag sowohl für mich als Fotografen als auch für das Model ausgeschlossen.

Nimmst Du Aufträge an, z.B. für Hochzeiten oder Geburtstage?

Nein. Die Fotografie ist mein Hobby, und das soll es bleiben. Bei Shootings soll für Model und Fotograf die Freude am gemeinsamen Hobby „Fotografie“ im Vordergrund stehen, und nicht ein wie auch immer gearteter Erfolgszwang.

Hast Du ein eigenes Studio?

Ich bin seit dem 01.Mai 2016 Untermieter in einem Studio in Köln-Deutz. Dort habe ich ein monatliches Zeitkontingent zur Verfügung, und kann ich recht flexibel Shootings durchführen.

Fotografierst Du nur Männer?

Nein, ich fotografiere auch Frauen. Aber es hat sich herausgestellt, dass der Umgang mit männlichen Models (meist) unproblematischer ist als mit weiblichen Models. Die Umgangssprache mit männlichen Models kann etwas „zotiger“ sein als mit weiblichen Models, man kann durchaus mal dumme Witze machen, und auch ein spontaner Wechsel der Aufnahmebereiche ist problemlos möglich, wenn z.B. jemand erst nur „Portrait/Fashion“ machen wollte, dann aber im Verlauf des Shootings zum Beispiel Ideen im Bereich „Teilakt“ auftauchen.

Fotografierst Du jede/n?

Nein.
Ich fotografiere normal schlanke oder athletische Frauen und Männer im Altersbereich von 14 bis ca. 30 Jahren. Ausnahmen „nach oben“ gibt es zum Beispiel bei Shootings mit fester Themensetzung, z.B. wenn eine Visagistin anwesend ist. Wenn jemand unter 18 Jahre alt sein sollte, dann nur mit Genehmigung der Eltern/Erziehungsberechtigten!

Weibliche Models, OK.
Aber männliche Models? Ist das nicht…

…“seltsam“, um es mal vorsichtig auszudrücken?
In der öffentlichen Wahrnehmung sind männliche Models nichts so sehr vertreten. Beim Stichwort „Model“ denken viele Leute zuerst an superschlanke und/oder sportliche Frauen, die sich in mehr oder weniger freizügigen Posen ablichten lassen. Männer reagieren auf Shootinganfragen eher ablehnend, während man sich bei Frauen manchmal schon gegen Shootinganfragen verteidigen muss. Betrachtet man hingegen die Webseiten oder Kataloge von Modeherstellern, so fällt auf, dass es doch einen Bedarf an männlichen Models gibt.

Ich habe von jungen Frauen schon Shootinganfragen  bekommen, die ich dankend abgelehnt habe. Es reicht nicht aus, sich völlig überschminkt mit „Duck-Face“ vor dem Badezimmerspiegel selbst zu fotografieren, um Model zu sein. Im Gegenteil: Mancher Mann / Jugendlicher präsentiert sich bei Facebook oder auch Instagram viel ungezwungener und natürlicher, als es viele (junge) Frauen tun.

Und dann noch eine Anmerkung zum Alter: Kate Moss hatte 1988 im Alter von 14 Jahren mit dem Modeln begonnen, und dann im selben Jahr einen Vertrag mit einer Modekette für Unterwäsche-Fotos (!) abgeschlossen. Solche Fälle kommen vor, sind aber die absolute Ausnahme.

Was passiert mit den Bildern?

Nach dem Shooting mache ich eine erste Sichtung, und lösche alle Fotos, die völlig ‚daneben‘ oder unscharf sind. Dann folgt die Bearbeitung im RAW-Konverter, bei der auch verschiedene Bildvariationen entstehen, zum Beispiel Sepia, schwarz/weiß, Kontrasterhöhung oder Tonwertkompression.  Dann bekommst Du per Dropbox-Link eine große Auswahl der bearbeiteten Fotos, versehen mit einem kleinen Copyright-Hinweis. Bei einem normalen Shooting erhält ein Model so um die 150 Bilder, mal mehr, mal weniger.

Grundsätzlich bleiben alle Bilder bei mir gespeichert und wandern in ein Archiv auf meiner Festplatte. Vermutlich wird dann irgendwann das gleiche passieren wie bei denjenigen, die Postkarten in Alben kleben: Irgendwann wird das Archiv zu unübersichtlich und wird daher aufgeräumt, d.h. die Bilder vergangener Shootings werden gelöscht.

Werden alle Bilder auf Deiner Seite veröffentlicht?

Das kann man „frei nach Radio Eriwan“ beantworten: Im Prinzip schon, aber…
Als Fotograf habe ich alle Urheberrechte, und kann mit den Bildern im Rahmen des TFP-Vertrages machen, was ich will. Aber: Es gab schon Anfragen von Leuten, die aus persönlichen oder auch religiösen Gründen nicht wollten, dass ich (alle) Fotos veröffentliche. Das wird vorher besprochen.

Ich hätte Interesse, aber…
Du hast da Bilder von Leuten mit freiem Oberkörper. Muss das sein?

Nein, natürlich nicht. Sowas wird vorher abgesprochen. Es liegt am Model, wie „weit“ es gehen möchte. Einige Leute möchten gerne ein Anzugs- bzw. Fashion-Shooting haben, andere wiederum – insbesondere Kraftsportler – möchten eher ein Body-Shooting. Ich bin da relativ offen.

Machst Du Bildbearbeitungen ?

Bildbearbeitungen erfolgen nur sehr sparsam, da ich mich auf das Fotografieren konzentrieren möchte. Ich möchte mit meinen Bildern die Natürlichkeit des Models wiedergeben. Manchmal mache ich eine leichte Beauty-Retusche, um z.B. einen Pickel zu entfernen. Aber übertriebene Hautbereinigungsaktionen oder Gesichtskorrekturen lehne ich ab, da ich die natürliche Ausstrahlung der Models bewahren möchte.

Wie läuft das alles ab?

Zuerst muss eine Kontaktaufnahme erfolgen, z.B. über die Mailadresse ‚kontakt@dehodai.de‘ oder per Facebook. Wenn Du von Dir aus Interesse an einem Shooting hast, dann erwarte ich zwei bis drei aktuelle Bilder (normale Portraitaufnahmen bzw. bekleideter Oberkörper) von Dir um zu entscheiden, ob ich Interesse habe bzw. ob die Bilder zu dem passen, was ich sonst fotografiere. Wenn die Anfrage von mir aus geht, dann habe ich mich meist schon entschieden.  🙂

Danach müssen wir uns auf einen Termin und einen Ort einigen. Bei Studio-Shootings bevorzuge ich das Studio von „FotoJetzt“ in Köln-Deutz. Oder einfach ein Outdoor-Shooting, z.B. im Nordpark in Düsseldorf, im Schlosspark in Benrath, an der Doktorsburg oder dem Schloss Morsbroich in Leverkusen, oder im Deutzer Hafen in Köln, oder wo auch immer hier in der Gegend.

Parallel zur Terminfindung schicke ich Dir als PDF meinen Modelvertrag zu. Wenn Du jünger als 18 Jahre bist, müssen auch Deine Eltern/Sorgeberechtigten unterschreiben. Grundsätzlich gilt: Kein Shooting ohne Vertrag!

Zum Shooting solltest Du unterschiedliche Kleidungsstücke/Outfits mitbringen. Wenn Du eine Begleitperson mitbringen willst, so ist das kein Problem. Dann aber bitte wirklich nur eine (!) Begleitperson. Ich möchte nicht plötzlich Mittelpunkt eines Familienausfluges sein.

Ein Shooting dauert so drei bis vier Stunden. Nimm Dir also eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken mit.

Und was ist jetzt TFP / TfCD?

TFP ist eine englische Abkürzung und steht für “Time for pictures” bzw. auch für “Time for prints”.

Bei TFP-Shootings wird das Model nicht mit einer Gage bzw. einem Honorar entlohnt, sondern mit den Bildern, die der Fotograf angefertigt hat.

Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, wird zwischen Model und Fotograf ein Vertrag abgeschlossen, der sogenannte „Model-Vertrag“ bzw. das „Model-Release“. Darin wird festgelegt, dass das Urheberrecht an den Fotos auf den Fotografen übergeht, und wer was mit den Fotos machen darf. So ist zum Beispiel eine kommerzielle Nutzung ausgeschlossen.

Da in der heutigen Zeit Papierabzüge eher selten geworden sind, ist auch der Begriff TfCD entstanden: Das Model erhält eine CD.
Noch etwas weiter geht das Verfahren mit Hilfe des Online-Speichers ‘Dropbox’:
Das Model erhält per Mail (oder per Facebook) einen Link zu einer Dropbox. In dieser Dropbox befindet sich eine große Zahl der Bilder mit einer Kantenlänge von max. 1024px. Es liegt dann in der Verantwortung des Models, sich diese Bilder auf den eigenen PC herunter zu laden.

Informationen zu TFP bei Wikipedia